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STS Logistics hat das anspruchsvollste Projekt des Jahres 2009 abgeschlossen: Im Dezember wurden auf dem Fundament des neuen Kraftwerkblocks des Mittelural-SRKW eine Gasturbine (300 to) und ein Generator (260 to) aufgebaut.
Aufgrund der Einzigartigkeit der sämtlichen damit zusammenhängenden Arbeiten verdient dieses Projekt, das unter Mitwirkung der Büros Moskau, Jekaterinburg, Aktau und Perm der vereinten Holding abgewickelt worden ist, als größte Jahresleistung unseres Unternehmens bezeichnet zu werden.
Bereits im März 2009 wurde STS Logistics, die als erfahrene Logistikanbieterin für komplizierte Transporte gilt, vom spanischen Engineering-Unternehmen Iberdrola ersucht, sich um die Ausschreibung für Beförderung einer Gasturbine und eines Generators zum Mittelural-SRKW (SRKW steht für Staatliches regionales Kraftwerk) mit anschließender Aufstellung der Anlage auf die Fundamente zu bewerben. Die Herausforderung dieses Projektes stellten nicht nur das immense Gewicht und die riesigen Abmessungen der Ladung, sondern auch der Umstand dar, dass die teure Anlage, ein Fabrikat von General Electric, bereits ein halbes Jahr zuvor aus Frankreich durch ein ausländisches Transportunternehmen bis nach Werchnetschussowskije Gorodki im Gebiet Perm gebracht und dort belassen wurde, weil die weitere Beförderung der Ladung zum Zielort schlicht unmöglich war.
Die Umsetzung des Projektes begann im Mai 2009. Die für die russischen Verhältnisse relativ kleine Strecke bis zum Zielort musste komplett umgebaut werden. Bei dieser Beförderung kamen die grundlegenden Transportarten zum Einsatz: Wasserfahrzeuge (RoRo-Fähre ohne Eigenantrieb), Kraftfahrzeuge (spezielle mehrachsige Modulladeflächen) und Eisenbahnfahrzeuge (28-achsige Eisenbahntransportanlagen gekoppelt). Abgesehen von der eigentlichen Beförderung wurden in Perm praktisch „auf der grünen Wiese“ 2 Zweigbahnen mit Gesamtlänge über 400 m parallel zueinander zur Beladung der Gasturbine und des Generators gebaut. Die mehr als 450 km lange Eisenbahnstrecke, einschließlich der Strecke zwischen den Stationen Perm-2 und Schuwakisch wurde auf Herz und Nieren geprüft und instandgesetzt. Auf der ganzen Strecke wurden die Armsignale ausgetauscht, die Masten und Anlagen, die sonst der Durchfahrt der beladenen Waggons im Wege stehen würden, wurden weggeräumt. Im Auftrag von STS Logistics wurden 2 spezielle Modulrahmen zur Beförderung der Gasturbine und des Generators auf der Eisenbahntransportanlage entworfen und angefertigt. Der Anlegeplatz am Fluss Tschussowaja wurde umgebaut und erweitert, während am Fluss Kama in Perm eine komplett neue Anlegestelle mit Umschlagplatz errichtet wurde. Die übergroße Ladung machte Designen und Anfertigen der leistungsstarken Ladevorrichtungen unentbehrlich. Zum ersten Mal wurden in Russland zur Aufladung der übergroßen und überschweren Gasturbine und des Generators auf die Eisenbahntransportanlage zwei 250-Tonnen Eisenbahnkräne im Doppelpack eingesetzt. Die Beförderung auf der Schiene war einzigartig und zuvor hat es in Russland nichts Vergleichbares gegeben. Dafür wurden gleichzeitig zwei gekoppelte 28-achsige Transportanlagen verwendet.
Natürlich musste zur Gewährleistung der Durchfahrt dieser Ladung jede Menge Abstimmungen getroffen werden, damit der Verkehr auf Schiene, Wasser und Straße entsprechend geregelt werden konnte. Aus diesem Anlass wurde von der Eisenbahnzentrale im Gebiet Swerdlowsk extra ein Fahrplan für Züge erstellt, in dem die Zeiten eingeplant wurden, wann die Personen- und Güterzüge vorgelassen werden sollten.
Zum Projektabschluss mussten die Gasturbine und der Generator auf ihre Fundamente im Kraftwerkblock-Gebäude aufgestellt werden. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wurde das mobile Hochleistungsportalkransystem mit der Ladefähigkeit von 1000 Tonnen eingesetzt 1000, das das Projekt erwartungsgemäß erfolgreich zum Abschluss gebracht hat.